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Erlebnisse mit meinem Pferd Lene

„Ich heiße Ina und bin durch mein Pferd zu Jin Shin Jyutsu gekommen.“ Mit diesem Satz stellte ich mich in meinem ersten Selbsthilfekurs vor.

Mittlerweile habe ich 5-Tage-Kurse besucht und zähle mich zu den JSJ-Studierenden, die die Gelegenheit suchen, sich mit Tierfreunden auszutauschen.

Meine Lene, eine kleine, braune Stute, kam als Siebenjährige zu mir in den Stall; frisch operiert, mit einer riesigen Operationsnarbe von der Entfernung ihres linken tumorösen Eierstockes. Zuvor war sie Zuchtstute gewesen, hatte zwei lebende Fohlen zur Welt gebracht und ein drittes tot geboren. Sie hatte Traumatisches erlebt und ahnte nichts von der Alltagssituation eines Reitpferdes. Ich übernahm die OP-Nachsorge, und nach einiger Zeit konnte ich Lene einreiten. Sorge bereitete mir, dass mein Pferd in zyklischen Abständen von so starken Narbenkrämpfen geplagt wurde, dass sie vor Schmerzen zusammengekrümmt am Boden lag. Selbst die herbeigerufene Tierärztin wusste kaum einen Rat. Auf meine Frage, was man denn noch tun könne, antwortete sie nur: „Nichts, nur Beten“.

So fing ich an, mich mit der Thematik meines Pferdes zu beschäftigen: Ich verbrachte Nächte im Internet, probierte dieses und jenes. Und ich begegnete Jin Shin Jyutsu. Eine Freundin sagte zu mir: „Wir machen mal Energiearbeit.“ Sie legte ihre Hände auf Lene, die sich sichtlich entspannte. „… Du hast das doch auch …“ sagte sie zu mir. Aha, o.k., was immer sie auch meinte, mich interessierte das, und ich wollte mehr darüber wissen. Es verging noch einige Zeit, bis ich wirklich die Gelegenheit zum ersten JSJ-Kurs nutzte.

Als dann Lene wieder stark krampfte, strömte ich ihr SES 2, 14, 23. Nach etwa zwanzig Minuten war sie merklich gelöster und entspannter. Als die Tierärztin eintraf, war Lene schon wieder recht fidel. Die Untersuchung ergab lediglich eine etwas stärkere Druckempfindlichkeit ihrer Narbe.

Als der ganze Stalltrakt an einem hartnäckigen Erkältungsinfekt erkrankte, war Lene eine der Wenigen, die es noch nicht erwischt hatte. Ich besuchte gerade meinen ersten 5-Tage-Kurs bei Waltraud. Als ich Lene am zweiten Kurs-Abend besuchen kam, stand sie hustend und matt in ihrer Box, ein Bild des Jammers. Ich dachte: „SES 3, das Antibiotikum des Körpers.“ Ich packte eine Hand an ihren Widerrist, die andere ans Telefon und rief mal wieder die Tierärztin an. Mir war ziemlich mulmig zumute. Wir waren gerade in ihre schöne Außenbox mit Paddock gewechselt. Die kostete erheblich mehr Miete, dann war da noch die Erstteilnehmer-Gebühr für den Kurs, ganz zu schweigen von diversen Tierarztrechnungen, sprich, mein Konto hatte schon üppigere Zeiten erlebt. Mir kamen Zweifel, ob meine letzten Entscheidungen denn immer so glorreich gewesen waren. Dies alles schwirrte mir durch den Kopf, während ich Lene’s 3en hielt und auf die Tierärztin wartete.

Die konstatierte dann: „Wir versuchen es mal mit Echinacea-Präparaten und Inhalieren. Du kannst ja mal schauen, ob Du sie energetisch unterstützen kannst.“ … Uff, das hatte gesessen … Wie? Kein Antibiotikum? Nö, ist ja nur ein viraler Infekt mit leicht erhöhter Temperatur. Ich war völlig baff und, ich gestehe, verzagt. Die Mehrheit des Stalles stand unter Antibiose und meine Tierärztin erzählte mir von Echinacea, Inhalieren und Handauflegen, na klasse. Mir wurde ziemlich flau im Magen, vielleicht wünschte ich mir sogar einen dieser Allerweltstierärzte mit den großen Spritzen und dem Blend-A-Dent-Lächeln herbei, ich dachte nur: „Wenn das mal gut geht.“ Und machte mich mit besagten weichen Knien ans Werk. Jeden Abend eine Stunde Lene strömen. Als der Kurs vorbei war, war auch Lene’s Erkältung vorbei. So war’s wirklich. Mein Pferd hat mich zu JSJ gebracht.

Von Ina Becker, Deutschland, aus: The Main Central Nr. 20, Winter 2005

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