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Jin Shin Jyutsu in der Schule

Zwischen 2009 und 2011 war ich an der Stadtteilschule Harburg als Assistentin im Schulbetrieb im Rahmen des Programms „Teach First Deutschland“ beschäftigt. Neben meinen täglichen Aufgaben als Begleiterin meiner SchülerInnen im Unterricht, auf Klassenreisen, in Projektzeiten, in Einzelgesprächen und kurzen „Hallos“ auf dem Gang, hatte ich die Gelegenheit, im Nachmittagsbereich Entspannungskurse für SchülerInnen und KollegInnen anzubieten sowie in einigen Klassen und Kursen hilfreiche Übungen aus dem Qigong vorzustellen. Im Laufe der Zeit floss immer öfter Jin Shin Jyutsu mit ein.

Im Kollegenkurs funktionierten wir als besonderes Highlight zum Schuljahresende die Tische zu Liegen um und erfühlten den Finger/Zehen-Strom. Für einige war es Genuss pur, andere taten sich schwer damit, sich von anderen etwas Gutes tun zu lassen. Die Oberstufenschüler fragten hochinteressiert nach den Wies und Warums. Im SchülerInnen-Kurs der 7. Klasse hörte sich das eher so an: „Du hast da keinen Puls, ey, Du bist wohl tot“, „Dein Zeigefinger hüpft“, „Das kribbelt“ … während sich die Schülerinnen mit einer beeindruckenden Selbstverständlichkeit anhand der Pulse von Finger/Zeh zu Finger/Zeh bewegten, viel lachten und hin und wieder auch schwiegen.

Ein nettes Erlebnis hatte ich in einer 8. Mädchen-Klasse.
Wie erwartet war an Ruhe nicht zu denken. Einige machten von Anfang an interessiert mit, einige andere weigerten sich schlichtweg aufzustehen und beschäftigten sich lieber mit ihrem Handy. Nach einigen Qigong-Übungen bat ich sie, zu zweit zusammenzugehen und einander einen Finger nach dem anderen zu halten. Beim Ringfinger angekommen plötzlich die Frage einer Schülerin: „Heißt das, ich soll den Ringfinger halten, wenn ich Liebeskummer habe?!“ Von da an war deutlich mehr Interesse da 🙂

Von Veronika Schmidt M.A., Hamburg aus: The Main Central Nr. 50, Sommer 2004

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