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Tiere strömen ist mehr als Strömen am Tier

Wer sich auf den Weg macht, Jin Shin Jyutsu kennenzulernen und zunächst bei sich selbst anzuwenden, hat erst einmal nur seine Hände und sich selbst. Ganz in Ruhe können wir die Sicherheitsenergieschlösser, unsere treuesten Freunde, erkunden und Schritt für Schritt tiefer in diese Kunst hineinfinden.

Etwas anders sieht es aus, wenn wir ein Tier strömen. Denn dabei verändert sich unweigerlich auch unser eigenes Strömen.

Wir lernen unser Tier besser kennen – und uns selbst. Ein Tier antwortet anders auf Strömen als ein Mensch: unmittelbar, ehrlich und klar. Alles ist möglich, von tiefer Entspannung bis zu deutlicher Abwehr. Und sehr schnell wird das Strömen intuitiver. Denn wir kommen gar nicht darum herum, wahrzunehmen, was unser Tier uns rückmeldet, und unser Strömen darauf abzustimmen.

So entsteht ein Dialog. Und irgendwann stellt sich die spannende Frage:

Wer strömt hier eigentlich wen? Wer bestimmt, was geströmt wird?

Wir können mit unserem Tier in den „7. Strömhimmel“ kommen und sehr bewegende, intensive Erfahrungen machen. Oder fast verzweifeln, weil wir helfen möchten und das Tier immer wieder davonläuft. Strömen wird feiner. Wir lernen, anders hinzuspüren als bei einem Menschen, der normalerweise ruhig auf einer Liege bleibt.

Fragen, die beim Strömen von Tieren entstehen

Je mehr Tiere wir strömen, desto mehr Fragen tauchen auf:

  • Was mache ich, wenn meine Arme beim Strömen zu kurz sind?
  • Wie kann ich ein Tier strömen, das sich nicht gerne berühren lässt?
  • Woran erkenne ich, ob das Tier das Strömen möchte – und was es gerade braucht?
  • Was kann ich strömen, wenn ich selbst unsicher oder aufgeregt bin?
  • Was kann ich bei mir strömen, wenn ich mir Sorgen um mein Tier mache?
  • Wie verändert sich das Strömen bei traumatisierten oder besonders sensiblen Tieren?
  • Was ist bei Pferden, Hunden, Katzen oder anderen Tieren jeweils zu beachten?
  • Und geht das Strömen auch über Distanz?

An diesen Fragen wird deutlich: Tierströmen ist weit mehr als die Übertragung von Menschenströmen auf das Tier. Es eröffnet neue Erfahrungen, neue Fragen – und vielleicht auch neue Möglichkeiten.

Tierströmpraktiker-Treffen – eine Initiative für 2027

Diesen Fragen möchte ich 2027 gerne gemeinsam mit anderen nachgehen und ein Tierströmpraktiker-Treffen initiieren.

Ich stelle mir ein Treffen vor, bei dem wir nicht nur über Erfahrungen sprechen, sondern gemeinsam üben, beobachten, ausprobieren und voneinander lernen.

Zum Beispiel könnten Workshops entstehen wie:

„Wenn das Tier nicht will“
Was tun, wenn ein Tier ausweicht, weggeht oder Berührung ablehnt? Welche Möglichkeiten haben wir, trotzdem in Kontakt zu kommen?

„Mensch und Tier gemeinsam strömen“
Wie können wir die eigene Selbsthilfe und das Strömen des Tieres miteinander verbinden? Was verändert sich, wenn wir nicht nur am Tier, sondern mit dem Tier arbeiten?

„Wenn ich mir Sorgen mache“
Was kann ich bei mir selbst strömen, wenn mein Tier krank ist, Angst hat oder es ihm nicht gut geht? Und wie verändert sich dadurch möglicherweise unsere gemeinsame Situation?

„Traumasensibles Tierströmen“
Wie können wir besonders vorsichtig und respektvoll mit Tieren umgehen, die traumatische Erfahrungen gemacht haben oder auf Berührung sehr sensibel reagieren?

„Das Tier als Lehrer“
Gemeinsam beobachten wir Tiere beim Strömen und erforschen: Was zeigt uns das Tier? Wie verändert sich unser Strömen, wenn wir wirklich auf seine Antworten hören?

Und natürlich darf auch ganz praktisch geströmt, ausprobiert und Erfahrungen ausgetauscht werden.

Für das Treffen wünsche ich mir einen Ort, an dem viele Tiere leben und an dem Strömen willkommen ist – wie z.B. einen Lebenshof oder einen ähnlichen Ort mit kleinen und großen Vierbeinern.

Hast du Lust, dabei zu sein?

Hast du Zeit und Lust, bei der Organisation mitzuhelfen?

Kennst du Menschen, die sich für Jin Shin Jyutsu mit Tieren interessieren und die Einladung weitergeben könnten?

Dann freue ich mich, von dir zu hören! Schreib mir gern per E-Mail an .

Dr. Gundula Zubke

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